Niedergern-Kiesel

Der Niedergern-Kiesel ist die Auszeichnung der Gemeinde Haiming für besondere Verdienste um das Leben im Niedergern.

Sie wird höchstens einmal jährlich vergeben. Jede Bewohnerin, jeder Bewohner der Gemeinde Haiming kann einen begründeten Vorschlag einreichen, die Entscheidung trifft der Gemeinderat in geheimer Wahl.

Jahr 2015 - Alfred Reisner

Alfred Reisner wurde 1978 erstmals in den Gemeinderat gewählt und war es bis zum 30.4.2014 insgesamt 30 Jahre. Er war bei Bürgermeister Josef Emmersberger mit dabei, begleitete Wolfgang Koch im Amt und hörte zusammen mit Bürgermeister Alois Straubinger auf.
Als er Gemeinderat wurde, gab es noch keine Kanalisation, keinen Kindergarten und noch zwei kleine, getrennte Schulgebäude.

Alfred Reisner hat als Gemeinderat und sechs Jahre als dritter Bürgermeister (von 1996 bis 2002) mitgewirkt bei der Entwicklung unserer Gemeinde, die einzigartig ist.
Alfred Reisner war 1988 Gründungsvorsitzender der SPD in Haiming, war lange Jahre aktiv im Sportverein und ist seit vielen Jahren Schriftführer des Altmännervereins Haiming-Niedergottsau.
Seit Beginn gehört er zum Redaktionsteam der Dorfzeitung Die Niedergerner.
Beruflich war er bei Wacker in Burghausen und setzte sich dort als Betriebsrat für die Belange der Menschen ein.

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Jahr 2013 - Kathrin Unterbuchberger

Den Niedergern-Kiesel 2013 erhielt Kathrin Unterbuchberger, Haiming. Sie ist die jüngste Preisträgerin und erhält die Auszeichnung für ihr Engagement für Schulen in Ghana. 2010, nach dem Abitur ging sie mit zwei Freundinnen nach Ghana und lernte dort die Situation der Gilead Education School kennen. Es fehlte an vielem, um den jungen Menschen Unterricht erteilen zu können. Dies war der Anstoß, um in Deutschland über diese Situation zu informieren und Spenden zu sammeln. Mit diesem Geld konnte vieles ausgebaut und verbessert werden. Es wird ein Grundstück gekauft und es werden neue Schulgebäude errichtet.

Im September werden aus dem Anfangstrio sechs Mädchen und es wird eine zweite Schule, die Butterfly International School in Angriff genommen. Bei den Aufenthalten in Ghana organisieren die Mädels nicht nur das notwendige Baumaterial, sondern packen beim Bau selbst mit an.
Im Oktober 2013 wird der Verein Kinderträume Ghana e.V. gegründet – damit bekommt die Hilfe auch eine feste Grundlage.

Im nächsten Jahr wird die zweite Schule fertiggestellt werden und damit werden wieder Kinderträume in Ghana erfüllt werden.

Den Niedergern-Kiesel bekommt Kathrin Unterbuchberger auch stellvertretend für Lisa Hager, Burgkirchen, Lena Lauschke, Mehring, Christina Erber, Mehring, Sabrina Hasenkopf, Burghausen und Franziska Stelzl, Haiming, die mit ihr zusammen die Projekte in Ghana verwirklichen.

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Jahr 2012 - Theresia Schmidhuber

Der Niedergern-Kiesel 2012 wurde Frau Theresia Schmidhuber verliehen.

1957 wurde sie als junge Lehrerin nach Niedergottsau versetzt, nach Dorfen war dies ihre zweite Stelle als Volksschullehrerin. Hier und in der Grundschule Haiming war sie bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1996 insgesamt 39 Jahre und 11 Monate tätig. Ihr Zuständigkeitsbereich waren die ersten vier Klassen und neben der Wissensvermittlung waren ihr die Herzensbildung, Ordnung, Sauberkeit und Disziplin ein großes Anliegen. Die Kasperl-Figur, die ihr dabei immer wieder zur Hand ging, ist legendär, bei Schülerinnen und Schülern geliebt und manchmal auch gefürchtet. Unvergessen auch das besondere Duo Schmidhuber/Huber: Jährlich besuchte Albert Huber als Nikolaus die Schule.

Theresia Schmidhuber stammt aus Lengmoos bei Gars, war bei den Seeligenthaler Schwestern in Landshut und schloss 1956 ihr Lehramtsstudium ab. Aus Liebe ist sie dann in Haiming geblieben, denn hier lernte sie Alois Schmidhuber, ihren jetzigen Ehemann, kennen. Gemeinsam wohnen sie in Weg.

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Jahr 2011 - Herma und Max Fischer

Mit Herma und Max Fischer wird 2011 wieder ein Ehepaar mit dem Niedergern-Kiesel ausgezeichnet. In der Reihe der bisherigen Preisträger sind sie die Jüngsten und erhalten den Ehrenpreis der Gemeinde für ihr beispielhaftes Engagement in unserer Gesellschaft. Der Preis geht an zwei Personen, die durch ihren persönlichen Einsatz eine unbeschreiblich wichtige Aufgabe erfüllen und dabei ihr gesamtes Herzblut einsetzen. Sie machen dies nicht nur mit lokaler Bedeutung, sondern mit Wirkung weit über unsere Gemeinde hinaus. Allerdings wird dieses Wirken in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Seit vielen Jahren geben sie als Pflegeeltern Kindern Geborgenheit, Sicherheit, ein neues Zuhause. Sie schenken damit Kindern aus schwierigen Verhältnissen eine neue Zukunft und leisten für die Gesellschaft einen unschätzbaren Dienst. Pflegeeltern müssen soziale Kompetenz haben, Offenheit besitzen, die Bereitschaft Zuneigung, Geborgenheit und Liebe spenden zu können haben und: sie müssen Mut haben. So schön und wertvoll es ist, das eigene Zuhause für ein Pflegekind zu öffnen, wird man sich doch die Frage stellen, ob man der Herausforderung wirklich gewachsen ist und was passiert, wenn man doch scheitert und keinen Rat mehr weiß. Herma und Max Fischer beweisen seit vielen Jahren, dass sie den Herausforderungen gewachsen seid. Die ihnen anvertrauten Pflegekinder haben von ihnen ein Zuhause bekommen, in dem sie Zuneigung, Liebe, Verständnis und Erziehung finden. Die Kinder leben bei ihnen nicht nur übergangsweise, sondern stets auf längere Sicht. Schicksale sind individuell, Lösungen aber auch. So sind zu ihnen stets die Kinder gekommen, die gerade bei Herma und Max die idealen Hände und Herzen gefunden haben. Sie haben damit ihr Leben in eine Aufgabe gestellt, die in unserer Gesellschaft von elementarer Bedeutung ist.

Die Verleihung des Preises an die Pflegeeltern Fischer soll in gewisser Weise auch stellvertretend für viele andere Pflegeeltern gelten und zugleich alle die Frauen und Männer motivieren, die sich bereits überlegen, einem Pflegekind ein Zuhause zu schenken.

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Jahr 2010 - Georg Strasser

Mit Georg Strasser erhält den Niedergernkiesel 2010 eine Haiminger Persönlichkeit, die seit vielen Jahren in verschiedensten Aufgaben ihren Mann steht.

1943 geboren erlernte er in der Baufirma seines Patenonkels Josef Strasser den Beruf des Maurers - von da an bestimmte planen, aufbauen, gestalten, aus- und durchhalten und Verantwortung übernehmen sein Leben.

Nach der Meisterprüfung und den Lehr- und Wanderjahren bei verschiedenen Firmen wurde Georg Strasser in den 70er Jahren Bauleiter bei der Stadt Burghausen – mit der ständigen Sorge um die zahlreichen historischen Gebäude in der Salzachstadt erwarb er sich gleichsam die fachliche Qualifikation, bei der Kirchenrenovierung in Haiming die Bauleitung zu übernehmen. Dieses Werk, 2004 begonnen, war bestimmt einer der Höhepunkte in der langen Reihe ehrenamtlicher Aufgaben, die der „Strasser-Jacke“ im Niedergern übernommen hat. Mit 17 Jahren war er Gründungsmitglied beim SV Haiming und dort in der Auf- und Ausbauphase lange Zeit zweiter Vorsitzender. 1984 wurde er in den Gemeinderat gewählt und war - natürlich - Mitglied im Bauausschuss. Dieses Amt konnte er leider nur bis 1989 ausüben, denn eine plötzliche Herzattacke beim Skifahren in Schladming zwang ihn zur Aufgabe des Amtes. Aber er blieb bei seiner Zusage, in der Festwoche zur 1200-Jahr-Feier den Festwirt zu machen. Sein Organisationstalent, seine Fähigkeit, andere zu begeistern und seine Geschäftstüchtigkeit machten aus dem Festzelt auf der Angerer-Wiese ein großes Gemeinschaftserlebnis und einen wirtschaftlichen Erfolg.

Aus dem Festjahr wirkt noch einiges weiter: Die Mitarbeit am Heimatbuch war der Grundstein dafür, dass Georg Strasser als Nachfolger von Josef Straubinger Ortsheimatpfleger wurde. Und als Schmied im „Fährmann von Haunreit“ – 1990 erstmals gespielt – wird der Schorsch auch 2011 wieder auftreten. Und noch so eine „Brücke“ gibt es im breiten Aufgabenfeld von Georg Strasser: Im Gemeinderat war er von Anfang an mit den Planungen für die Kanalisation befasst und er konnte auch die Frage lösen „Wohin mit der Kläranlage“; jetzt ist er verantwortlich für das Gegenstück: Die Versorgung der Menschen mit gutem Wasser. Als Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Inn-Salzach ist er weiterhin in einer wichtigen öffentlichen Aufgabe tätig.

Dass die Gemeinde Georg Strasser – und mit ihm seine Ehefrau Irmgard, die bei allem begleitend und unterstützend dabei war – dafür mit dem Niederger-Kiesel 2010 ehrt, freut alle, die ihn kennen und schätzen.

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Jahr 2009 - Johann Hofer sen.

Mit der Verleihung des Niedergern-Kiesel 2009 an Johann Hofer sen. ehrt die Gemeinde das Lebenswerk dieses Mannes. 1926 in Winklham auf dem Kaplhofer-Anwesen geboren musste er bereits als Kind in der elterlichen Landwirtschaft mitarbeiten; 1952 übernahm er dann den Hof und machte daraus durch Fleiß und unermüdlichen Einsatz einen Musterbetrieb, der im weiten Umkreis wohl einzigartig ist. Seine Tatkraft und sein vielseitiges Können kam aber auch vielen Freunden, Nachbarn und Berufskollegen zu Gute: Als Maurer und Zimmerer half er beim Auf- und Ausbau vieler Häuser und Höfe, als Geburtshelfer bei den Tieren oder als Metzger bei Notschlachtungen konnte man ihn Tag und Nacht rufen.

Über diesen beruflichen und handwerklichen Bereich hinaus war er in vielfältiger Weise in der Öffentlichkeit tätig: Bei der mit vielen Konflikten beladenen Flurbereinigung war er an verantwortlicher Stelle tätig; als Gemeinderat von 1960 bis 1972 gestaltete er den Übergang zur Einheitsgemeinde Haiming mit; in seine Zeit als 1. Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Haiming von 1974 bis 1986 fällt der Bau des neuen Feuerwehrhauses, die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges und die Feier des 100jährigen Gründungsjubiläums. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg ist für ihn die Mitgliedschaft bei der KSK Haiming eine Selbstverständlichkeit; in diesem Verein war er viele Jahre in der Vorstandschaft tätig.
Auch nach der Übergabe des Hofes an seinen Sohn Johann wurde die Arbeit nicht weniger: Weiterhin gibt es vieles zu tun, oft im Verborgenen wie das Mähen der Wiesenränder, das Fangen der Wühlmäuse oder das Bachräumen. Aber auch für die Allgemeinheit ist der Kaplhofer-Hans weiterhin im Einsatz: Beim Erneuern der Friedhofsmauer, bei der Innenrenovierung der Kirche, beim Herstellen der Kirchenstühle und bei der Sanierung des Theaterstadls ist auf seine Hilfe immer Verlass.

Und bei vielen Feiern im Niedergern - öffentlich oder privat - waren der Leberkäs, das Gselchte und das Holzofenbrot vom Kaplhofer-Hans der kulinarische Höhepunkt. Damit kommt zum Ausdruck, dass den Niedergern-Kiesel 2009 einer der vielseitigsten Männer unserer Gemeinde bekommen hat.

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Jahr 2008 - Paul Kremser

Er ist kein Sohn des Niedergern, hat sich aber ganz herausragend um die Menschen unserer Gemeinde verdient gemacht. Am 5.8.1932 in der heutigen Tschechei geboren kam er 1945 von Troppau mit seiner Mutter in einem Flüchtlingszug nach Altötting und dann zum Wirt von Niedergottsau. Vom Schicksal hier her verschlagen wurde ihm dieser Ort zur Heimat.

1957 baute er sich zusammen mit seinen Eltern hier ein Haus, am 18.11.1958 heiratete er seine Frau Emilie.

Aus seiner beruflichen Tätigkeit bei der Wacker-Chemie, die in bis zur Spitze des Gesamtbetriebsrates führte, hat er als ehrenamtliche Tätigkeit die Beratung von Rentenantragstellern in den Ruhestand übernommen. Hier ist Paul Kremser, der als Versichertenältester tätig war, nach wie vor ein gesuchter Ratgeber.

Herausragendes leistete er als Kirchenpfleger in der Expositur-Pfarrei Niedergottsau. Von 1977 bis 2002 war er verantwortlich für alle finanziellen und baulichen Angelegenheiten der Pfarrei. In seine Amtszeit fielen umfangreiche Renovierung des Kirchengebäudes, die Erweiterung des Friedhofs, die Sicherung der Zukunft der Alten Schule und die Einrichtung des Kindergartens in kirchlicher Trägerschaft. Mit Tatkraft, Umsicht und gewissenhafter Führung der Kirchenkasse konnte er alle großen Vorhaben umsetzen und dennoch einen soliden finanziellen Grundstock bewahren.

Mit großer Anteilnahme kümmerte er sich um das Wohl von Pfarrer Alois Branz und dessen Haushälterin Finni Glanzer, besonders als deren Lebenskräfte nachließen und sie ins Altenheim Haiming umziehen mussten.

Von 1972 bis 1978 war Paul Kremser Mitglied des ersten Gemeinderates nach der Zusammenlegung der beiden Gemeinden Haiming und Piesing und setzte sich nachhaltig für den Bestand der Einheitsgemeinde ein.

Paul Kremser ist weiterhin ehrenamtlich aktiv: Seit 2007 ist er Obmann der Skapulierbruderschaft Niedergottsau und setzt seine Kraft dafür ein, diese Gemeinschaft mit langer Tradition zu bewahren

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Jahr 2008 - Hannelore und Josef Seidel

Erstmals erhält den Niedergern-Kiesel ein verdientes Ehepaar.

Hannelore Seidel war 1965 Mitbegründerin des Frauenbundes in Haiming, und war ab 1970 jeweils sieben Jahre zunächst 2. Vorsitzende, dann Vorsitzende und schließlich 14 Jahre Schriftführerin. Seit 1981 betreut sie die Kegelgruppe. Herausragend ist ihr Dienst an den Menschen im Altenheim. Ab Juli 1987 konnte Frau Seidel zunächst 12 Frauen für wöchentliche Rollstuhlausfahrten gewinnen. Mittlerweile sind mehr als 30 Frauen in dreiwöchigem Rhythmus in dieser Aufgabe tätig. Ihr Dienst hat sich vervielfältigt und geht mittlerweile weit übers Rollstuhlfahren hinaus. Es haben sich Beziehungen entwickelt, die Frauen besuchen die AltersheimbewohnerInnen in den Zimmern, hören zu, schauen Fotos an, erzählen, begleiten sie bei Ausflugsfahrten, organisieren vierzehntägig einen Stammtisch und sorgen dafür, dass täglich am Nachmittag die Cafeteria offen ist und sich damit ein Treffpunkt entwickelt. Jährlich werden hier ca. 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet für die Frau Seidel Organisation und Motivation übernimmt. Der Niedergern-Kiesel ist die Auszeichnung für diesen unermüdlichen, selbstlosen Einsatz.

Josef Seidel war seit 1960 beruflich und ehrenamtlich in vier Kernbereichen dörflichen Lebens "Schule-Sport-Kirche-Musik" prägend und erfolgreich tätig: Viele Haiminger haben ihn als Hauptlehrer an der Volksschule erlebt und wissen, dass sein Beruf für ihn Berufung war. Er war den Kindern nicht nur Lehrer, sondern Freund, Erzieher und Vorbild. Als jahrelanger Berichterstatter für die Lokalzeitung hat er das Geschehen in der Gemeinde mitverfolgt, hat sich aber selbst auch aktiv eingebracht: Bei der Gründung des Sportvereins und der Leitung der Seniorensportgruppe, als langjähriger Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, als dieses Gremium neu geschaffen und in der Kirche Laienmitarbeit noch ungewohnt war, als begeisterter Sänger im Kirchenchor und bei der Erstellung des Heimatbuches im Festjahr 1990. Diese vielfältigen Tätigkeiten erfordern die Bereitschaft, Freizeit zu opfern, auch gegen Widerstände etwas durchzusetzen, hinzulangen und auch Ärger runterschlucken. Aber man erbringt eine unersetzliche Leistung für die Menschen in der Gemeinde, für die Gesellschaft. Deswegen sind solche Menschen für uns Vorbilder.

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Jahr 2007 - Albert Huber

Albert Huber hat sich in 80 Lebensjahren umfassend und vorbildhaft für das gemeindliche und kirchliche Leben im Niedergern eingesetzt.

Neben seinen Aufgaben als Schriftführer und Kassier in mehreren Ortsvereinen, seinem jahrzehntelangen Dienst als Mesner in der Kirche Niedergottsau, seinem Mitwirken als Pfarrgemeinderat und Mitglied der Kirchenverwaltung und seiner Aufgabe als Obmann der Skapulierbruderschaft, ist er vor allem als Berichterstatter für die Tageszeitung allen Haiminger Bürgerinnen und Bürgern bekannt geworden. Die unglaublich lange Zeit von 50 Jahren hat er treu und gewissenhaft diese nicht immer leichte Aufgabe wahrgenommen und war so für viele große und kleine, öffentliche und private, kirchliche und gemeindliche Ereignisse das "Sprachrohr für die Menschen des Niedergern". Auch und gerade die politische Gemeinde hat ihm hier viel zu verdanken.
Unverzichtbar auch sein breites geschichtliches Wissen und seine Gabe, von Menschen der Vergangenheit und Gegenwart zu erzählen. Deswegen war sein Mitwirken beim Heimatbuch der Gemeinde besonders wichtig.

Sich in der Dienst der Allgemeinheit zu stellen wurde auch zeichenhaft deutlich durch sein Mitwirken in den beiden historischen Theaterspielen: Als Vorbeter im "Fährmann von Haunreit" und als Kammerdiener im "Der Fluss und seine 7 Gäste" ist er vielen Menschen auch weit über den Niedergern hinaus in bester Erinnerung.

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Jahr 2006 - Josef Straubinger sen.

Josef Straubinger sen. hat sich in vielfältiger und ganz besonderer Weise um das Leben in der Gemeinde Haiming verdient gemacht.

Er hat 40 Jahre das Amt als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins ausgeübt und dabei seine ganze Kraft für die Verschönerung unserer Orte, für besondere kulturelle Veranstaltungen und für das Zusammenkommen der Menschen eingesetzt. Er war eine treibende Kraft für das Theaterspiel in Haiming, das erste historische Theater "Der Fährmann von Haunreit" war ihm ganz besonders wichtig. Er hat das Festjahr 1990 mit geprägt und entscheidend zum Gelingen des Heimatbuches beigetragen.
Ungezählt sind die Stunden seines Arbeitens und Wirkens als Kirchenpfleger in der Pfarrei Haiming.
Josef Straubinger hat von 1962 bis 1978 auch als Gemeinderat Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger übernommen.

Auch ohne Amt und im Alter hat er das Interesse am Gemeinwohl nicht verloren: Aktiv war er im Arbeitskreis "Unser Dorf" mit dabei, als es um Vorbereitung und Durchführung von Kreis- und Bezirksentscheid ging.

Josef Straubinger sen. ist einer der Grundsteine für das Leben in unserer Gemeinde.

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Jahr 2005 - Freiwillige Feuerwehr Niedergottsau

Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Niedergottsau haben in nahezu zwölftausend freiwillig und unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden ein gemeindliches Projekt verwirklicht, das weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus Beachtung findet: Der Anbau des Feuerwehrhauses bringt den dringend notwendigen Raum für den aktiven Dienst.

Zugleich wurde ein großzügiger Turnraum für den Kindergarten geschaffen, ohne den der dreigruppige Betrieb nicht weiter geführt werden könnte. Diese Leistung dient somit den Kindern und Eltern der Gemeinde und unser aller Sicherheit.

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